Praxis für Dermatologie und Allergologie
Hautärztin Dr. Anita Harst
Grosskölnstraße 22-28
52062 Aachen

Telefon: (0241) 9 29 14 00
Fax: (0241) 9 29 14 02
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News

Können textile Gesichtsmasken die Übertragung von SARS-CoV-2 reduzieren?

Nephrologen aus mehreren Erdteilen unter Leitung der kanadischen McMaster University und des schwedischen Karolinska Institutet haben sich mit der Frage beschäftigt, ob textile Stoffmasken vor der Übertragung von SARS-CoV-2 schützen können. Hierzu wurde eine weltweite Literaturrecherche durchgeführt.

Die Forschergruppe, zu der auch KfH-Mitarbeiter gehören, identifizierte 25 veröffentlichte Artikel, in denen die Filtrationseigenschaften von Tuchgewebe bzw. textilen Gesichtsmasken aus unterschiedlichen Materialien und in unterschiedlichen Ausführungen untersucht wurden. Da die Prüfung der Masken bzw. Textilien nicht einheitlich, sondern mit unterschiedlichen Methoden erfolgt war, gestaltete sich der Vergleich der Ergebnisse schwierig. Nur wenige der Studien folgten den bestehenden medizinischen Vorgaben für die Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung für den Einsatz im Gesundheitswesen. Trotzdem zeigen die Ergebnisse den Forschern zufolge in überzeugender Weise, dass bestimmte Gesichtsmasken aus Tuchgewebe die Ausbreitung von Partikeln in die Umgebung des Trägers reduzieren und umgekehrt die eingeatmeten Partikel verringern. „Diese Evidenz dürfte mehr als ausreichend sein, um die Verwendung von textilen Gesichtsmasken zu empfehlen“, bestätigt Professor Dr. med. Johannes Mann, Ärztlicher Leiter und Nephrologe im KfH-Nierenzentrum München-Schwabing und International Scholar, Population Health Research Institute, McMaster University, Canada, und Mitglied der Forschergruppe, die Einschätzung seines Kollegen Juan Jesus Carrero. Er ist Professor für Epidemiologie am Department of Medical Epidemiology and Biostatistics des Karolinska Institutet und Korrespondenzautor der Studie. Diese Empfehlung deckt sich zudem mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Centers für Disease Control und Prevention (CDC) in den USA.
Baumwolle und Flanell in mehreren Lagen bieten den besten Schutz

Beim Vergleich verschiedenerer Textilien zeigen die Ergebnisse, dass Musselin (eine Baumwollart), Baumwolle und Flanell sowie Tücher aus drei bis vier Lagen mit einer Fadenzahl von mindestens 100 Fäden pro Zoll (40 Fäden pro cm) den besten Schutz bieten. So reduzierte beispielsweise eine traditionelle chirurgische Gesichtsmaske aus 4-lagigem Musselin die Kontamination der Luft im gleichen Maße wie medizinische Einweg-Gesichtsmasken, selbst für feine Partikel im Aerosolbereich.
Website gibt Tipps zur Anfertigung eigener Masken

Nahezu weltweit sind Gesichtsmasken derzeit Pflicht oder werden zur Eindämmung der Corona-Pandemie empfohlen. Viele Menschen haben aber keinen Zugang zu Einweggesichtsmasken oder medizinischen Gesichtsmasken. Auch kann durch das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken die Versorgung des Personals im Gesundheitssystem oder von Risikogruppen gefährdet werden. „Deshalb haben wir eine Website entwickelt – www.clothmasks.ca – auf der wir Empfehlungen zur Anfertigung von textilen Gesichtsmasken zusammengestellt haben“, berichtet Professor Mann. Informationen, Abbildungen mit Schnittmustern für das Nähen mit der Hand sowie Waschanleitungen stehen in englischer Sprache zur Verfügung und werden aktuell in weitere Sprachen übersetzt.

Preisgekröntes Kunstwerk stellt Solarien an den Pranger

„Eine Idee voll auf die Zwölf“, so lautete im Frühsommer der Kommentar der Jury des Art Directors Club-Wettbewerbs 2020. Beim bedeutendsten deutschen Kreativ-Wettbewerb wurde die Lichtinstallation „Spectrum. The most dangerous artwork“ gleich mehrfach ausgezeichnet: einmal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze. Auch beim Best of Content Marketing Award überzeugte das Kunstwerk und erhielt im Juli Gold und Silber. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) machten Anfang des Jahres mit der Ausstellung von „Spectrum“ auf die Hautkrebsgefahr durch Solarien aufmerksam und leitete damit eine öffentliche Diskussion über ein bundesweites Solarienverbot ein. Die Lichtinstallation wurde vom Berliner Künstler Duo „LOW BROS“ entworfen. Eine Dauerausstellung des Kunstwerks ist vorgesehen.

Die gesundheitliche Gefahr, die von Solariengeräten ausgeht, sichtbar machen – das ist das Ziel der Kampagne der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Denn: Künstliche UV-Strahlung aus Solarien erhöht nachweislich das Hautkrebsrisiko. Beide Organisationen raten gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren davon ab, Solarien zu nutzen. „Egal, wie modern und technologisch hochwertig ein Solariengerät anmutet: Einen Schwellenwert für ein ungefährliches Maß an künstlicher UV-Strahlung gibt es nicht“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SHEER) der Europäischen Kommission.

Doch wissenschaftliche Ergebnisse und Expertenempfehlungen sind oft wenig anschaulich. „Also haben wir überlegt, wie wir das, was in Studien belegt ist, erlebbar machen können und dafür Unterstützung aus der Kreativbranche erhalten“, erläutert Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. So entstand ein retrofuturistisches Kunstwerk in Form einer violetten Sonne aus 65 echten Solarienröhren, die über einem bizarren Altar schwebt. Zugang zur Ausstellung erhielt nur, wer eine spezielle UV-Schutzkleidung anlegte. Die Intensität der ultravioletten Strahlung entsprach an einigen Stellen des Installationsraumes einem UV-Index-Wert von 12. Dies ist vergleichbar mit der Intensität der Äquatorsonne zur Mittagszeit und erfordert laut WHO „besondere Schutzmaßnahmen“. Auch die gesetzliche Höchstbestrahlungsstärke von Solariengeräten (0,3 Watt/m²) entspricht diesem Wert.

Die extravagante Installation wirkte: „Ich finde das Kunstwerk wirklich großartig, ansehen möchte ich es mir trotzdem nicht noch einmal“, befand Susanne Klehn, Botschafterin für Hautkrebsprävention der Deutschen Krebshilfe nach ihrer Besichtigung. Auch viele andere Besucher berichteten von einem „mulmigen Gefühl im Bauch“ nachdem sie den Ausstellungsraum verlassen und ihre Schutzvisiere hochgeklappt hatten. „Das Thema Ausstellung wird dadurch auf den Kopf gestellt“, so beschrieb es die Jury des Art Directors Club (ADC). Auch beim Best of Content Marketing (BCM)-Wettbewerb überzeugte „Spectrum“. Im Kommentar der Jury des renommierten deutschen Werbekommunikationspreises heißt es: „Das ist mutig, bringt Aufmerksamkeit, spielt mit den Ängsten und wurde imposant inszeniert!“

„‚Spectrum‘ ist aufmerksamkeitsstark. Das Erlebnis dieser künstlichen Sonne soll in unbehaglicher Erinnerung bleiben und so zu einem Umdenken im Alltag führen“, resümiert Gerd Nettekoven. „Die Auszeichnungen für unser Kunstwerk spornen uns weiter an, denn bislang ist ein bundesweites Verbot von Solarien noch nicht in Sicht. Derzeit arbeiten wir daran, ‚Spectrum‘ im Rahmen einer Dauerausstellung der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Die Idee für das Kunstwerk hatten die Brüder Christoph und Florin Schmidt, die mit ihren Arbeiten als „LOW BROS“ Widersprüche der Moderne aufzeigen. Die Koordination der Ausstellung erfolgte durch die Werbeagentur Heimat. „Spectrum. The most dangerous artwork“ konnte am 22. und 23. Januar in den Berliner Reinbeckhallen besichtigt werden.

17.09.2020 DGA | Quelle: Deutsche Krebshilfe (openPR)

BZgA ruft auf, die AHA-Formel gewissenhaft einzuhalten

Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Angesichts steigender Fallzahlen sehen wir alle – die Pandemie ist noch nicht vorbei. Es bleibt weiterhin und unverändert wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Gerade jetzt nach den Sommerferien ist es besonders relevant, die Hygienevorschriften und Verhaltensnormen zu beachten. Unerlässlich ist, dass alle Bevölkerungsgruppen weiterhin gewissenhaft die Abstands- und Hygieneregeln einhalten – auch beim Aufenthalt im Freien. Es ist ganz entscheidend, die Mund-Nasen-Bedeckung korrekt zu tragen: Als Dekoration unter der Nase, am Ohr oder am Kinn macht sie keinen Sinn! Mund und Nase müssen vollständig bedeckt sein und die Alltagsmaske muss eng anliegen, um als mechanische Barriere für den Tröpfchenausstoß beim Sprechen, Singen, Husten oder Niesen effektiv zu sein. Und auch das regelmäßige Stoßlüften von Innenräumen ist zu beachten. Die AHA-Formel fasst zusammen, was weiterhin essenziell ist: A wie Abstand halten, H wie Hygieneregeln beachten und A wie Alltagsmaske tragen. Das gilt überall da, wo Menschen zusammenkommen, miteinander sprechen, gesellig bei der Arbeit oder in der Freizeit länger beisammen sind. Es kommt jetzt auf jeden und jede an, mit dem individuellen Verhalten zum Schutz von Jung und Alt und insbesondere der besonders gefährdeten Menschen beizutragen. Hier tragen wir alle Verantwortung. Wir können aktiv werden, um Ansteckungen zu vermeiden, Übertragungsketten zu unterbrechen und damit die weitere Virusausbreitung zu verhindern.“

Die BZgA informiert über Infektionsschutzmaßnahmen sowie zum richtigen Verhalten bei Krankheitszeichen, zu häuslicher Quarantäne und zu psychischer Gesundheit. Auf der BZgA-Internetseite www.infektionsschutz.de finden sich verlässliche Informationen mit Tipps, Videos und Lehrmaterial in verschiedenen Sprachen. Quarantäne-Betroffenen, Risikogruppen, Lehrenden, Reiserückkehrern und Bürgerinnen und Bürgern bietet die BZgA Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Coronavirus unter www.infektionsschutz.de/coronavirus.

Gesundheitsportal geht online

Mit dem 1. September startet das Bundesministerium für Gesundheit ein Nationales Gesundheitsportal: Unter www.gesund.bund.de sollen sich Bürgerinnen und Bürger künftig schnell, zentral, verlässlich, werbefrei und gut verständlich über alle Themen rund um Gesundheit und Pflege informieren können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen sind. Nur wer informiert ist, kann sich und andere schützen. Mit dem Nationalen Gesundheitsportal wollen wir Bürgerinnen und Bürger aber auch jenseits von Corona zu Fragen rund um ihre Gesundheit informieren - schnell, benutzerfreundlich und fundiert. Wer Gesundheit googelt, soll künftig auf dem Nationalen Gesundheitsportal landen.“
Welche Informationen bietet das Nationale Gesundheitsportal?

Auf dem Nationalen Gesundheitsportal können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ab heute über die häufigsten Krankheitsbilder (u.a. Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen oder Infektionserkrankungen) informieren. Außerdem werden zahlreiche Beiträge zu verbrauchernahen Themen wie Pflege, Prävention und Digitalisierung angeboten. Weitere Themenschwerpunkte sollen Schritt für Schritt hinzugefügt und das Spektrum an Angeboten kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Wer betreibt das Portal?

Das Nationale Gesundheitsportal wird in Verantwortung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) betrieben.

Mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Robert Koch-Institut (RKI) standen dem BMG renommierte Content Partner zur Seite. Bei der Arzt- und Krankenhaussuche wird das BMG außerdem durch die „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung sowie anerkannte Expertinnen und Experten zu einzelnen Fachthemen unterstützt.  Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsarbeiten und Meta-Studien.
Wer prüft die Qualität der Informationen?

Wenn es um gute Gesundheitsinformationen geht, ist Transparenz und Qualität ganz wichtig. Daher sind alle Prozesse zur Erstellung der Inhalte klar beschrieben. So ist für den Nutzer nachvollziehbar, wer den Beitrag fachlich geprüft hat, wie aktuell der Stand des Artikels ist und auch welche Quellen den Inhalten zugrunde liegen.

Künftig sollen ausgewiesene Experten die Redaktion zu methodischen Fragestellungen bei Erstellung von guten Gesundheitsinformationen unterstützen.  Um das Angebot nutzerfreundlich weiterzuentwickeln, sollen fortlaufend Analysen zu zielgruppenorientierten Interessen durchgeführt werden.
Wie funktioniert das Portal technisch?

Das Nationale Gesundheitsportal startet auf dem neusten Stand der Technik. Auch die Vorgaben zur Barrierefreiheit (BITV 2.0) sowie das Angebot der Gebärdensprache werden erfüllt. Alle Videos sind untertitelt.

Alle Server des Portals befinden sich in Deutschland und entsprechen den Sicherheitskriterien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es sind ausreichend Serverkapazitäten vorhanden, so dass auch bei einer sehr hohen Belastung durch viele Zugriffszahlen eine reibungslose Nutzung gewährleistet werden kann.

Mehr Informationen unter: www.gesund.bund.de

10.09.2020 DGA | Quelle: Bundesministerium für Gesundheit



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